Projektüberblick
Das geplante Steinkohlekraftwerk im Industriegebiet Lubminer Heide
Wir planen im Industriegebiet Lubminer Heide den Bau und Betrieb eines der modernsten und technisch ausgereiftesten Steinkohlekraftwerke ganz Europas.
Als zukünftige Nachbarn möchten wir Ihnen unser Unternehmen und das geplante Projekt gerne vorstellen.
Warum wir diesen Standort gewählt haben
Das Industriegebiet Lubminer Heide eignet sich besonders für eine solche Investition, da die Gegebenheiten des alten Kraftwerksstandortes, der Hafen sowie das Leitungssystem zur Ableitung der produzierten Energie genutzt werden können.
Durch die Anbindung an den Seeweg können die Anlieferung der Kohle zum Kraftwerk sowie der Abtransport von Mineralprodukten vom Kraftwerk ohne Nutzung des Landweges und somit ohne hohes Verkehrsaufkommen erfolgen.
Was Sie von diesem Projekt erwarten können
Während der Bauphase rechnen wir mit über 1.500 Arbeitsplätzen, die in der Region Greifswald geschaffen werden. Im Betrieb des Kraftwerks werden dann ca. 140 zukunftsorientierte langfristige Arbeitsplätze entstehen. Indirekt werden durch benötigte Zuliefererarbeiten weitere 200 Arbeitsplätze entstehen.
Die positiven Effekte für das nördliche Bundesland gehen aber darüber hinaus, so werden z.B. auch die Gewerbesteuereinnahmen sowie die sekundäre Arbeitsmarktentwicklung langfristig die regionale Entwicklung fördern.
Wir möchten zudem ein Arbeitgeber sein, der einen innovativen Standort Lubmin und eine zukunftsfähige Region Vorpommern aktiv mitgestaltet. Wir arbeiten daher in enger Kooperation mit der Agentur für Arbeit in Stralsund zusammen, was Ihnen schon jetzt die Möglichkeit offeriert, sich bei DONG Energy initiativ zu bewerben.
Der Einfluss des Kraftwerks auf Umwelt und Tourismus
Die Ansiedelung von Industrie bringt Veränderungen mit sich. Der Einfluss des geplanten Kraftwerks auf Umwelt und Tourismus wird derzeit in der Region diskutiert.
Wir sind uns unserer hohen Verantwortung in den Bereichen Umweltverträglichkeit und -schutz voll und ganz bewusst. Als ein durch Innovation und Ingenieurwesen geleitetes Unternehmen haben wir große Praxiserfahrung im Kraftwerksbau sowie in moderner Stromproduktion basierend auf Clean Coal Technology. Das geplante Greifswalder Kraftwerk wird einen hohen Wirkungsgrad bei geringen Emissionswerten aufweisen, die nicht zuletzt durch Rauchgasreinigung und den verminderten Einsatz von Brennstoff erreicht werden.
Entsprechend den geltenden Vorgaben werden wir für den Kraftwerksbau die beste verfügbare Technik einsetzen, die denen der Kraftwerke bekannter Bauweise weit überlegen ist: Das geplante Kraftwerk in Lubmin wird 20 Prozent weniger CO2 ausstoßen als Kraftwerke bekannter Bauart. Dies ist möglich, da DONG Energy Strom mit einem Nettowirkungsgrad von 47 Prozent produzieren wird. Allein dadurch wird CO2 eingespart, denn mit je einem kW Strom werden je 10 Prozent weniger CO2 ausgestoßen. Die durch das geplante Kraftwerk ausgeschiedenen Immissionswerte liegen damit deutlich unter den Vorgaben der 13. Bundesimmissionsschutzverordnung (BImSchV). Das Projekt Kraftwerke Greifswald kann somit einen Beitrag zum EU-Ziel leisten, bis 2020 die CO2-Menge um 20 Prozent zu reduzieren.
Nicht zuletzt kennen wir uns mit der modernen Stromerzeugung in Verbindung mit Küstenschutz und touristischer Entwicklung sehr gut aus. Derzeit wird mit Hilfe von Visualisierungen und Fotomontagen von den wichtigen touristischen Standorten in der Umgebung aus untersucht, welchen Einfluss der Bau des Kraftwerks auf das Landschaftsbild haben wird. Das Kraftwerk wird keinen Kühlturm haben, da die Kühlung durch das Boddenwasser des Greifswalder Boddens erfolgen kann. Außerdem wird im Designprozess intensiv an einer optimalen Gestaltung und einer naturnahen Farbgebung von Gebäuden und Anlagen gearbeitet.
Die Eckdaten Kraftwerke Greifswald
Am 15. Dezember 2006 stimmte das Bundeskartellamt der Grundstücksoption unseres Unternehmens zu. Daraufhin haben wir das Genehmigungsverfahren, für die geplanten 2 Kraftwerksblöcke mit je 800 MW Leistung, in Gang gesetzt. Ende 2007 erließ das staatliche Amt für Umwelt und Natur in Stralsund den Vorbescheid für die bauplanungsrechtliche Zulässigkeit des Projektes. Damit wurde eine wichtige Hürde im Genehmigungsverfahren erfolgreich genommen. Im Frühjahr 2008 hat DONG Energy die Unterlagen für das Umweltgenehmigungsverfahren eingereicht.
Im Oktober und November 2008 fand die öffentliche Erörterung statt, bei der die Bevölkerung die Möglichkeit hatte, sich ein Bild über das Projekt zu machen. Der Beginn der Bauphase ist - vorbehaltlich der Genehmigungserteilung - für 2009 geplant. Im Laufe des Jahres 2013 wollen wir die Anlage in Betrieb nehmen.